Geschichte

Geschichte

Die Technische Hochschule Darmstadt richtete im Jahre 1882 als erste der heutigen Technischen Universitäten eine „Elektrotechnische Schule“ ein und berief Erasmus Kittler zum Professor für das neue Fach. Das von Kittler gegründete Institut wurde von seinem Nachfolger Waldemar Petersen in ein Institut für Hochspannungstechnik und in eines für Elektrische Maschinen geteilt. Als Leiter des Maschinen-Institutes wirkten Franklin Punga von 1920 bis 1949, Werner Krämer von 1951 bis 1969 und Egon Christian Andresen von 1969 bis 1997.

Unter den genannten Professoren wurde das Institut durch bemerkenswerte Arbeiten und technische Neuerungen bekannt. Bereits der erste Assistent Kittlers aus dem Vorgängerinstitut, Michael von Dolivo-Dobrowolski, entwickelte den ersten brauchbaren Drehstrom-Käfigläufermotor überhaupt. Prof. Punga hielt zahlreiche Patente des damals aufblühenden Elektromaschinenbaus, so z.B. für Hochstromleiter von Großgeneratoren, ferner für den Bau von 50 Hz-Traktionsmotoren. Prof. Krämer gab der Entwicklung des Transformatoren-, Magnetverstärker- und Meßwandlerbaus wesentliche Impulse.

Etwa mit dem Amtsantritt von Prof. Andresen beschleunigte sich die stürmische Entwicklung der Leistungselektronik, der Sensorik und der Signalverarbeitung. Die elektrische Maschine wurde zunehmend zum Bestandteil von intelligenten Antriebssystemen mit bedeutend gesteigerten Fähigkeiten. Unter der Bezeichnung „Elektrische Energiewandlung“ wurden im Institut die Grundlagen und Grenzen dieser Antriebssysteme eingehend untersucht. Dazu gehörten neue Bauweisen von Drehfeld- und Linearmotoren, Synchronmotoren mit Dauermagneten optimierter Konstruktionsweise, Betrieb dieser Maschinen am strom- und spannungseinprägenden Frequenzumrichter, Vergleich indirekter und direkter Drehmoment- und Flußsteuerverfahren. Wegweisende Neuerungen bei der Integration elektrischer und mechanischer Systeme stellen die zahlreichen Arbeiten des Instituts zur maximalen Kraftschlußausnutzung und aktiven Schwingungsbedämpfung von Traktionsantrieben dar.